Am 19. Mai 1958 wurde bei einer einberufenen Betriebsversammlung die Betriebssportgemeinschaft (BSG) Elektroschmelzwerk Kempten 1958 e.V. gegründet. Dies war eigentlich schon die vierte BSG in der Geschichte des damaligen Elektroschmelzwerkes (ESK). Die Anfänge der BSG gehen zurück in die Jahre 1938, 1947 und 1954. Von sportbegeisterten ESK-Mitarbeitern wurden in den genannten Jahren Betriebssportgruppen gegründet in denen die Sportarten Fußball, Fechten, Gymnastik, KK-Schießen und Skilaufen betrieben wurden. Leider hatten diese Vereine nur eine kurze Lebensdauer, da es an geeigneten Übungsstätten fehlte.

Dies war den Gründern der „vierten“ BSG bewusst. Dem 1. Vorsitzenden Fritz Mayr (von 1958 bis 1970) stand noch dazu das Glück zur Seite. Bei seinem Amtsantritt 1958 wurden die nördlich vom Betrieb gelegenen werkseigenen Wohnbaracken von den Mietern geräumt und die Firma stellte diese kostenlos zum Umbau in ein Sportheim zur Verfügung. Die neu gegründete BSG stand nun vor ihrer ersten echten Bewährungsprobe. Unter Leitung von Sportkamerad Hanns Breuer und dem Einsatz von vielen freiwilligen Helfern wurde der Abbruch sowie der Umbau der Baracke in eine den Sportlern gerecht werdende Sportstätte vorgenommen. Noch im Gründungsjahr konnte dadurch am 24. Dezember 1958 das „alte Sportheim“ eingeweiht werden. Dies bildete die Basis für einen regen Sportbetrieb. Die Aktivität der damals ca. 200 Mitglieder verteilte sich auf folgende Sportarten: Damengymnastik, Eisstockschießen, Federball, Fußball, Kegeln, Schießen und Tischtennis. Im Laufe der Vereinsgeschichte wurden noch verschiedene weitere Sportarten betrieben, so z.B. Billard, Schwimmen, Schach und Herrengymnastik, die jedoch bald wieder ihren sportlichen Betrieb einstellten.

Durch den Einbau einer vollautomatischen Kegelbahn konnte das Sportheim erheblich aufgewertet werden. Die Übergabe an die Kegelclubs fand am 24. September 1964 satt. Diese Investition wurde erst durch ein Darlehen der Firma möglich.

Von 1971 bis 1974 leitete Max Hofstetter als 1. Vorsitzender die BSG. In seiner Amtszeit (1973) wurde der Fußballplatz eingeweiht.

Ab 1975 übernahm dann, nach vier Jahren als 2. Vorsitzender, Gerhard Benesch die Führung der BSG (von 1975 bis April 2003). Schon in seinem ersten Jahr 1975 wurde die Tennisabteilung gegründet und eine Anlage mit 4 Tennisplätzen (teilweise mit Flutlicht) eingeweiht. Zehn Jahre später (1985) wurden weitere 2 Tennisplätze ihrer Bestimmung übergeben.

Einen Meilenstein in der Geschichte des Vereins setzte Herr Benesch dann ein Jahr später (1978) mit dem Bau des Sportheimes „Zum Schmelztiegel“. Auch hier spielte der Zufall keine unerhebliche Rolle. Die damalige Werkküche war im Keller des LP1, und gegessen wurde im Saal im ersten Stock. Dieser Saal wurde für Büroräume benötigt. Aus diesem Grund kam der damalige Werkleiter Dr. Vogt auf den 1. Vorstand Gerhard Benesch zu. Die Firma konnte sich den Bau einer neuen Kantine zur damaligen Zeit nicht leisten. Ergebnis dieses Gespräches war, dass der Verein ein Sportheim mit einem zweiten Küchentrakt (der Werkskantine) baut und die Firma sich einmietet. Der Verein hatte das Glück in Gerhard Benesch damals einen 1. Vorstand zu haben der zwar erst drei Jahre im Amt war aber schon die Chancen und Möglichkeiten dieses Projektes erkannte. Die ersten Planungen waren noch einfach. Es sollte billig und klein sein. Am Ende stand ei n gemütlich eingerichtetes Vereinsheim mit 80 Sitzplätzen und großer Terrasse, zwei Bundeskegelbahnen, moderne sanitäre Anlagen für Gäste und Sportler, ein zweiter Küchentrakt als Werkskantine und ein 300m² großer Vielzwecksaal mit 250 Sitzplätzen. Am 7. Oktober 1978 fand die Einweihungsfeier statt. Das ganze Projekt kostete nahezu 1 Million DM!

Im Jahr 1985 wurde das Tennisheim eingeweiht und 1994 wurden am Schmelztiegel umfangreiche An- und Umbauarbeiten vorgenommen. Der Saal wurde erweitert und auch für Schulungen der Firma entsprechend ausgestattet, die Terrasse wurde neu gestaltet, die Schützen erhielten eine modernen Anlage, die Kegelbahnen wurde auf den neuesten Stand gebracht und die sanitären Anlagen, die Umkleide- und Duschräume wurden ebenfalls saniert. Allein diese Maßnahmen schlugen mit ca. 800.000,- DM zu buche.

Bei der Jahreshauptversammlung am 26. April 2002 wurde die Umbenennung des Vereines „BSG Elektroschmelzwerk Kempten 1958 e.V.“ in „Sportverein (SV) Wacker Kempten 1958 e.V.“ einstimmig von den Mitgliedern beschlossen. Grund für die Namensänderung: Die früheren Besitzer des ESK verkauften ihren restlichen kleinen Anteil an der Firma an die Wacker-Chemie. Die Firma ESK gab es nicht mehr, sie wurde als 100%ige Tochter in den Wacker-Konzern integriert. Nach über 33 Jahren Vorstandstätigkeit übergab Gerhard Benesch auf der Jahreshauptversammlung am 25. April 2003 das Amt des 1. Vorsitzenden an Franz Sinz.

Wiederum drei Jahre später trennte sich Wacker-Chemie von seinem Werk in Kempten und die US-amerikanische Firma Ceradyn übernahm. Mit der erneuten Umbenennung der Firma in ESK Ceramics GmbH & Co.KG sollte auch der Namen des Vereins angepasst werden und so kam es, dass 2006 die Mitgliederversammlung für den neuen Namen "SV ESK Kempten 1958 e.V.2 votierten und dem Verein mit Schwarz-Rot als Vereinsfarben einen neuen Anstrich gaben. Mittlerweile ist die Firma "3M" Muttergesellschaft der ESK Ceramics GmbH & Co.KG.

Wirtsleute der Vereinsgaststätte
1978-1988 Familie Dieng
1989-1999 Familie Boucsein
Juli-August 1999 Familie Engel
seit November 1999 Hannes und Regina Fischer

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